Tierische Assistenz

Assistenzhunde, Blindenführhunde

Laut § 39a Bundesbehindertengesetz ist ein Blindenführ-und Assistenzhund ein Hund, der sich bei Nachweis der erforderlichen Gesundheit und seiner wesensmäßigen Eignung sowie nach Absolvierung einer speziellen Ausbildung – vor allem im Hinblick auf Gehorsam und Führfähigkeit – besonders zur Unterstützung eines blinden oder hochgradig sehbehinderten Menschen eignet.

Der Blindenführhund soll den behinderten Menschen im Bereich der Mobilität weitgehend unterstützen, die Wahrnehmungsprobleme blinder oder hochgradig sehbehinderter Menschen ausgleichen und ihnen eine gefahrlose Bewegung sowohl in vertrauter als auch in fremder Umgebung ermöglichen.

Hieran ist auch eine staatliche Mithilfe und Unterstützung für die Finanzierung von einem Blindenführhund gebunden.

Ein staatlich zertifizierter Blindenführ – und Assistenzhund kostet in Österreich 38.000 bis 45.000 Euro je nach Zusatzausbildung

Ein großer Teil der Kosten für einen Blindenführhund werden vom Sozialministerium übernommen , aber nur wenn man arbeitet und kein Student – Pensionist ist. Hinzu kommen noch die Personen, die nicht arbeiten oder in Pension sind. Ein weiterer Punkt ist, dass die Förderung / Unterstützung für einen Blindenführhund in jedem Bundesland verschieden sind.

Trotz einer zweistufigen Blindenführhundeprüfung, die in Österreich zwingend vorgeschrieben ist, gibt es keine Garantie und auch kein Recht auf irgendwelche Förderungen seitens der Behörden : Bundessozialamt – Pensionsversicherung – Magistrat und Gemeinde des jeweiligen Bundesland.

Jede Förderung der öffentlichen Hand ist eine “ Kann Bestimmung“ Sie ist nicht verpflichtend und muss auch nicht eingehalten werden.

Assistenzhund, Blindenführhund Sly

Damit ein Hund als Assistenzhund anerkannt wird, müssen folgende Voraussetzungen zutreffen:

  • Gesundheitliche Eignung. Diese wird durch eine umfassende tierärztliche Untersuchung nachgewiesen.
  • Wesensmäßige Eignung. …
  • Spezielle Ausbildung. …
  • Positiv abgeschlossene staatliche Beurteilung.

Welche Arten von Assistenzhunden gibt es?

  1. Die Blindenführhunde. Sie führen blinde Menschen.
  2. Die Servicehunde. Sie helfen Menschen mit einer Behinderung des Körpers.
  3. Die Signalhunde mit der Unterteilung von:
    Signal-Hunde für Menschen die nicht oder schlecht hören und medizinische Signalhunde die kranken Menschen helfen

Wie kriege ich einen Assistenzhund?

Es gibt zwei Wege zum Assistenzhund. In der Selbstausbildung kommt ein geeigneter, vom Trainer ausgewählter Welpe direkt vom Züchter zum zukünftigen Teampartner. Dieser übernimmt dann unter Anleitung in Form von regelmäßigen Trainingsstunden die Ausbildung seines Hundes selbst.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen tierischen Assistenten zur emotionalen Unterstützung zu erhalten?

Je nach Art von Behinderung oder Erkrankung muss ein Facharzt entscheiden ob der Patient einen Assistenzhund benötigt.
Dies wird durch ein ordnungsgemäß formatiertes Rezept schreiben dokumentiert.

Was kostet ein fertiger Assistenzhund?

Sie können Schubladen öffnen und schließen, Schalter drücken, beim Ausziehen von Kleidungsstücken helfen. Sie dürfen mit in Lebensmittelgeschäfte und holen dort Waren aus den Regalen. Der Haken bei der Geschichte: Die Ausbildung solcher Tiere ist sehr teuer.

Ein fertiger Assistenzhund kostet je nach Ausbildung bis zu 38.000 Euro. Ein Blindenführhund kostet je nach Ausbildung 42.000 – 45.000 Euro.

Löwenherz 2017: Anerkennung für Kleist-Assistenzhunde-Stiftung

Sabine Kleist (Leiterin der Selbsthilfegruppe „Helfende Engel“)
Mobil: 0680 133 93 17
E-Mail: kleist.sabine@aol.com
Website: www.helfende-engel.at

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